Stellen Sie sich einen Handwerksbetrieb mit 28 Mitarbeitern vor. Die Bürorechner laufen mit Windows 11. Der Geschäftsführer bekommt im August eine Benachrichtigung: „Ein neues Windows-Update steht bereit.“ Version 25H2. Er runzelt die Stirn. Er hat gerade eine E-Mail gelesen, dass im Herbst 26H2 kommt. Zwei Updates in vier Monaten. Muss er alles machen? Sollte er? Was ist wichtig?
Solche Fragen begegnen uns 2026 regelmäßig. Microsoft hat den Rhythmus der jährlichen großen Windows-Updates konsequent beibehalten, jedes bringt Neuerungen, jedes bringt aber auch Kompatibilitäts- und Support-Fragen mit sich. In diesem Artikel klären wir, was mit 25H2 gerade läuft, was 26H2 im Herbst bringen wird und was KMU im Sommer 2026 pragmatisch tun sollten.
Windows 11 25H2: Was schon da ist – und was für KMU zählt
Version 25H2 ist seit dem Sommer 2026 im breiten Rollout und bringt vor allem Modernisierungen, die im Alltag nicht spektakulär wirken, aber im Betrieb einen Unterschied machen:
- WiFi 7 Enterprise-Konnektivität. Wer neue Access Points einsetzt (siehe unseren Beitrag zu WiFi 7 für KMU), bekommt die native Unterstützung im Betriebssystem gleich mit.
- Point-in-Time Restore. Systeme lassen sich auf einen früheren Wiederherstellungspunkt zurücksetzen, ohne dass persönliche Dateien verloren gehen. Apps und Systemeinstellungen kehren auf den gespeicherten Stand zurück – ein wichtiges Werkzeug bei fehlgeschlagenen Updates oder Konfigurationsproblemen.
- Neue Kalender-Ansicht für Windows Update. Updates lassen sich bis zu 35 Tage pausieren, das End-Datum wird direkt im Kalender ausgewählt. Für Betriebe mit Wartungsfenstern ein spürbarer Komfort.
- Steuerbare Store-Apps. Administratoren können ausgewählte vorinstallierte Microsoft-Store-Apps über Richtlinien entfernen. Für IT-Verantwortliche eine willkommene Vereinfachung im Rollout.
Support-Fristen – nicht unterschätzen
Ein oft übersehener Punkt bei Windows-Versionen sind die Support-Zeiten:
- Windows 11 Pro wird 24 Monate lang gepflegt.
- Windows 11 Enterprise wird 36 Monate lang gepflegt.
Für KMU mit Business-Premium-Lizenzen und Windows 11 Pro heißt das: Wer 25H2 auslässt und auf 26H2 wartet, verkürzt indirekt die eigene Sicherheits-Puffer-Zeit. Wer eine Version überspringt, sollte wissen, wann der Support für die aktuell laufende Version endet.
Blick nach vorn: Windows 11 26H2 im Herbst 2026
Version 26H2 wird im Herbst 2026 ausgerollt und bringt ein breiteres Update-Paket. Aus den bisher bekannten Änderungen sind für KMU vor allem drei Bereiche relevant:
- Startmenü und Taskbar. Microsoft reagiert auf jahrelange Nutzer-Wünsche nach mehr Anpassbarkeit: zusätzliche Optionen bei der Gruppierung, mehr Kontrolle über die Reihenfolge, verbesserte Such-Genauigkeit direkt in der Startleiste.
- Datei-Explorer. Neue Ordnungs- und Vorschau-Funktionen, verbesserte Performance bei großen Ordnern, engere Integration mit OneDrive und SharePoint. Für Betriebe mit viel Cloud-Speicher ein Alltags-gewinn.
- System-Wiederherstellung und Barrierefreiheit. Bereits mit 25H2 begonnene Modernisierungen werden weitergeführt. Auch Widgets werden zurückhaltender und weniger aufdringlich.
Microsoft betont ausdrücklich, dass 26H2 keine grundlegende Änderung der Systemarchitektur ist. Wer heute unter 25H2 stabil läuft, wird auch mit 26H2 keine Bruch-Upgrade-Situation erleben.
Was KMU jetzt konkret tun sollten
Aus unserer Beratungspraxis: Fünf pragmatische Schritte für die Windows-Strategie im Sommer 2026:
- Bestandsaufnahme. Welche Windows-Versionen sind im Einsatz? Wer läuft noch mit 23H2 oder 24H2? Die Support-Fristen im Blick behalten und geplante Upgrades definieren.
- Pilot-Gruppe für 25H2. Eine kleine Gruppe von Endgeräten (z.B. IT-Abteilung, Geschäftsführung) läuft testweise unter 25H2. Wenn nichts hakt, geht das Update in den breiten Rollout.
- Update-Kalender einrichten. Die neue Kalender-Ansicht in 25H2 macht es einfacher, Wartungsfenster definiert zu setzen. Ein Herbst-Wartungsfenster für 26H2 lässt sich jetzt schon fest planen.
- Point-in-Time Restore vorbereiten. Vor größeren Updates einen Wiederherstellungspunkt setzen. Wenn das Update Probleme macht, ist der Weg zurück in Minuten möglich.
- Compliance-Bezug prüfen. Wer NIS-2-betroffen ist, muss dokumentieren können, welche Versionen mit welchen Sicherheits-Updates laufen. Windows-Update-Reports gehören ins ISMS.
Wer die Windows-Verwaltung nicht selbst leisten will, gibt sie an einen [Managed Services](https://bavaria-informatics.com/services/#managed-services)-Partner ab. Rollout, Test, Reporting und Rückfall-Konzept laufen dann als Standardprozess ab.
Fazit
Windows 11 25H2 ist keine Umwälzung, aber ein wichtiger Baustein: WiFi-7-Support, sauberer Point-in-Time Restore, bessere Update-Kalender. Version 26H2 im Herbst bringt vor allem UI-Verbesserungen und die weiter modernisierte Explorer-Erfahrung. Für KMU ist der pragmatische Weg: 25H2 sauber ausrollen, Wartungsfenster für 26H2 vorbereiten, Support-Fristen im Blick behalten.
Wenn Sie wissen wollen, wie Ihre Windows-Landschaft für die nächsten zwölf Monate saubere Wartung bekommt, sprechen Sie uns an. Wir analysieren Ihre aktuelle Situation in einem Erstgespräch und zeigen den passenden Rollout-Plan – kostenfrei und ohne Fachchinesisch.
